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Stifter retten Stadtsiegel vor der Versteigerung
PressemeldungenStifter retten Stadtsiegel vor der Versteigerung

In letzter Minute haben private Stifter das historische Hamburger Stadtsiegel vor der Versteigerung am 12. Mai bewahrt. "Welt-Online"-Berichterstattung initiierte die Rettungsaktion.

Das berühmte Hamburger Stadtsiegel aus dem Jahr 1300, das am 12. Mai im Kölner Kunsthaus Lempertz versteigert werden sollte, kommt nicht unter den Hammer und wird in die Hansestadt zurückkehren. Das steht fest und wurde gestern von der Handelskammer offiziell bestätigt.

Die in der Hansestadt ansässige Hubertus Wald Stiftung und Persönlichkeiten der Hamburger Wirtschaft hatten sich spontan bereit erklärt, die für einen Erwerb erforderlichen 450.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Sie reagierten damit auf den Bericht der „Welt“ vom 27. April über den drohenden Verlust dieses kulturhistorischen Juwels für die Stadt.

Die Hubertus Wald Stiftung wurde 1993 von dem erfolgreichen Filmkaufmann, Mäzen und Kunstsammler Hubertus Wald (1913–2005) gegründet und wird von seiner Frau Renate Wald, die dem Stiftungskuratorium vorsteht, in seinem Sinne geleitet.

Stadtsiegel darf Deutschland nicht verlassen

Die erforderlichen Dokumente, die in dieser eilbedürftigen Sache die Rechtssicherheit für alle Beteiligten gewährleisten, wurden inzwischen unterzeichnet. Das Stadtsiegel hat, wie berichtet, den formellen Status „National wertvolles Kulturgut der Bundesrepublik Deutschland“ und darf deshalb deren Territorium nicht verlassen. Gemeinschaftliche Erwerber werden der Förderverein Hamburger Wirtschaftsgeschichte e. V. und die Hubertus Wald Stiftung sein.

Der überraschende Erfolg dieser gemeinsamen Bemühungen ist – neben dem Engagement der Stiftung und den Spendern – auf den Einsatz mehrerer Persönlichkeiten der Stadt zurückzuführen: den des Präses der Handelskammer, Fritz Horst Melsheimer, der unverzüglich nach Bekanntwerden der drohenden Versteigerung zwei Dutzend Unternehmer um Unterstützung des Erwerbs bat, und den des Hauptgeschäftsführers Professor Hans-Jörg Schmidt-Trenz.

Ebenso nachdrücklich engagierten sich auch Altbürgermeister Henning Voscherau (SPD) und der Reeder und Altpräses Nikolaus W. Schües. Auch der frühere Direktor des Museums für Kunst und Gewerbe, Professor Wilhelm Hornbostel, der sich seit Langem mit dem Thema Stadtsiegel beschäftigt hat, war mit im Boot.

Alle wichtige Staatsverträge erhielten das Siegel

Das Siegel gilt als historische Kostbarkeit ersten Ranges, hat den formellen Status "National wertvolles Kulturgut der Bundesrepublik Deutschland" und darf deshalb deren Territorium nicht verlassen. Rund 500 Jahre hindurch, von 1300 bis 1811, war das Siegel das Hoheitszeichen der Hansestadt, mit dem alle wichtigen hamburgischen Staatsverträge gesiegelt wurden – die erste Urkunde stammt aus dem Jahr 1304.

Sie wurden in ein stillgelegtes Salzbergwerk in Grasleben gebracht. Dort brachen Diebe eine Kiste auf und entwendeten das Siegel mit dem kostbaren Futteral. In den Nachkriegsjahren verlor sich die Spur. 1986 tauchte das Siegel bei einer öffentlichen Versteigerung im niedersächsischen Ahlden wieder auf und wurde von den heutigen Eigentümern rechtlich einwandfrei erworben.

Fall bis zum Bundesgerichtshof ausgefochten

Der Hamburger Senat verlangte 1987 die unentgeltliche Rückgabe mit der Begründung, das Siegel sei gestohlen und Hamburg sei der rechtmäßige Eigentümer. Das sahen die Erwerber ganz anders, die Gerichte auch. Der Fall wurde durch alle Instanzen bis zum Bundesgerichtshof und zum Bundesverwaltungsgericht ausgefochten.

Der Senat verlor auf der ganzen Linie. Das Eigentumsrecht der Erwerber wurde höchstrichterlich bestätigt. Alle Versuche einer gütlichen Einigung scheiterten und ließen ein erhebliches Maß an Verbitterung entstehen.

Gerichtliche Auseinandersetzungen seit 1945

Die Geschichte des Siegels seit 1945 ist gekennzeichnet durch gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen den derzeitigen Eigentümern und der Hansestadt, die von ihnen die unentgeltliche Herausgabe verlangte, weil es sich nicht um normale „Handelsware“, sondern um gestohlenes öffentliches Archivgut handele – eine Rechtsauffassung, mit der die Stadt durch alle Instanzen bis zum Bundesgerichtshof gerichtliche Niederlagen kassierte.

Als bekannt wurde, dass die Eigentümer das Siegel vom Kunsthaus Lempertz versteigern lassen wollten, setzte sich Professor Hornbostel mit dessen Chef Professor Henrik Hanstein in Verbindung und traf mit ihm eine Vereinbarung.

Sollte eine Gruppe von Sponsoren aus Hamburg das Siegel erwerben wollen, so wollte das Haus Lempertz eine Frist einräumen, in der die Finanzierung organisiert werden konnte. Das Recht, dies zuzusagen, hatte Professor Hanstein den Eigentümern bereits abverlangt, als er sich bereit erklärte, die Versteigerung zu übernehmen.

Senat hat an Erfolg keinen Anteil

Der Senat hat an dem Erfolg keinerlei Anteil. Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) hat offenkundig in Abstimmung mit Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) nicht nur jede finanzielle Beteiligung der Stadt kategorisch abgelehnt, sondern darüber hinaus auch jede indirekte Unterstützung, zum Beispiel durch einen Spendenappell, ausgeschlossen.

Zugleich hat die Kultursenatorin jedoch das „große Interesse“ des ihr unterstehenden Staatsarchivs bekundet, das Siegel wieder in seine Bestände übernehmen zu können. Diese zwiespältige Haltung ist weithin auf Unverständnis gestoßen.

Sie hat dem Senat den Vorwurf eingetragen, die Wahrung eines doktrinären, von den Gerichten überdies zurückgewiesenen Rechtsstandpunktes sei der Landesregierung wichtiger als die Rückkehr des Stadtsiegels an seinen historischen Ursprungsort.

Älteste Urkunde mit Siegel stammt von 1304

Die älteste Urkunde mit diesem Siegel stammt vom 25. Dezember 1304 und betrifft die Sicherung der Landstraße zwischen Hamburg und Lübeck. Sie wird im Archiv der Travestadt verwahrt. Benutzt wurde das Stadtsiegel bis zum Jahr 1811, als es in der "Franzosenzeit" auf Befehl Napoleons geändert wurde: Die Sterne wurden durch Bienen ersetzt, und das Tor wurde geöffnet.

Das Siegel hat einen Durchmesser von rund neun Zentimetern, ist in Bronze gefertigt, vorderseitig vergoldet und gilt als Goldschmiedearbeit von besonderer Ausdruckskraft. Der Auktionskatalog des Kunsthauses Lempertz, das das Siegel ursprünglich versteigern wollte, vermerkt dazu: "Die Qualität des Metallschnitts, das wuchtige Burgtor als Stadtsymbol und die Eleganz der Umschrift … machen es zum Repräsentanten einer stolzen Bürgerschaft. Es ist zugleich das älteste erhaltene Werk der bedeutenden Hamburger mittelalterlichen Metallkunst und ihrer dank der Münzstätte hoch entwickelten Stempelschneidekunst."

Die Inschrift des Siegels lautet: "+ Sigillum + Burgensium *de* Hammen.burch". Das reich bestickte, ledergefütterte Samtfutteral stammt aus dem 18. Jahrhundert und zeigt auf der Vorderseite das Hamburger Wappen in Flachstickerei zwischen gekreuzten Palmzweigen.

Quelle: www.welt.de
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