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Mittelalterliches Foltermuseum
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Mittelalterliches Foltermuseum
Rüdesheim, Rhein

Link zur Webseite des Foltermuseums ...

In der didaktisch aufbereiteten Ausstellung sehen Sie u. a.
Pranger, Galgen, Streckleiter, Knieschraube, Brustkralle, Häretikergabel, Guillotine, Eiserne Mundsperre, Sankt-Elms-Gürtel, Schädelschrauben, Hand- und Fußeisen, Gedornte Halskette, Gedornte Halskrause, Keuschheitsgürtel, Daumenschraube, Kopfpresse, Halsgeige, Pendel, Storch, Dreibalkige Egge, Faßpranger, Schandmasken, Rad, Garotte, Zangen, Befragungsstuhl, Hängender Käfig, Judaswiege, Streckbank, Henkerschwert, Richtbeil





Das Museum zeigt auf 1000qm in historischen Gewölbekellern, die Rechtsgeschichte des Mittelalters, als auch die Zeit der Hexenverfolgung in Deutschland.

Das Museum stellt eine reichhaltige Sammlung der eindrucksvollsten Folterwerkzeuge aus.
Die wertvolle Bildersammlung bekannter Meister der damaligen Zeit, sind Zeitzeugen der Jahrhunderte.

Eine Fotodokumentation von amnesty international zum Thema Menschenrechtsverletzungen des 20. und 21. Jahrhunderts, rundet die größte Ausstellung Europas, zum Thema Hexen-Folter Scheiterhaufen, ab.

Auszug aus der Geschichte

Vom Mittelalter bis weit in die Neuzeit hinein richteten Inquisitoren im Auftrag der katholischen Kirche über Andersdenkende. Gregor IX. schickte im Jahre 1231 Kommissare nach Mainz, Mailand und Florenz, mit dem Auftrag, Häretiker aufzuspüren, zu verhaften und zu richten.

Der Papst berief die Inquisitoren nach Bedarf, wobei sie in den verschiedenen Ländern unterschiedlich oft zum Einsatz kamen, in den romanischen Ländern häufiger als etwa in Deutschland, in England seltener und in Skandinavien überhaupt nicht.

Sie reisten in die Orte, wo sie Häretiker vermuteten und verrichteten ihr Amt so lange bis sie vom Papst abberufen wurden oder verstarben.

Gleich nach Ankunft sicherte sich der Inquisitor die Unterstützung der Obrigkeit, indem er seine päpstliche Vollmacht vorwies. Sie ermächtigte ihn, unter Berufung auf die Bulle von 1233, in der gesamten christlichen Welt Häretiker zu verfolgen.

Wurde ein Verdächtiger verhaftet, kam es zum Verhör, dass unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Durch den geschulten Verstand des Inquisitors, seinen Spitzfindigkeiten und Wortspielen, trieb er den Angeklagten in die Enge. Wie ein Beichtender stand der Beschuldigte vor seinem Richter. Entlastende Aussagen galten nichts, ein Anwalt wurde nicht zugelassen. Führte die sogenannte Zwangsbeichte zum Erfolg, wurde der Angeklagte seiner gerechten Bestrafung zugeführt.

Widersetzte er sich allerdings, kam die peinliche Befragung, (Folter), zur Anwendung. Ob nun Daumenschrauben, Beinschrauben, glühende Zangen oder die Streckbank zur Anwendung kamen, blieb ausschließlich dem Inquisitor vorbehalten. War der Angeklagte zum Geständnis bereit, brachte man ihn in einen Nebenraum wo seine Aussage protokolliert wurde. Denn das in der Folterkammer abgelegte Geständnis war ebenso ungültig wie ein Geständnis unter der Folter. Der Verdächtige hätte es dann ja nicht aus freiem Willen abgelegt sondern unter dem Zwang der Schmerzen. Hatte der Delinquent gestanden, war aber nicht zum Widerruf bereit, stand das Urteil fest; Scheiterhaufen. Gelang es dem Inquisitor jedoch, den Geständigen zum Widerruf zu veranlassen, fiel das Urteil milder aus. Der Sünder war ja durch seine "Beichte" in den Schoß der Kirche zurückgekehrt. Gelegentlich hat man solche Leute als Spitzel missbraucht, die man in die Reihen der Häretiker einschleuste, um weitere Mitglieder überführen zu können.


Öffnungszeiten:
Von Karfreitag bis einschließlich Oktober, täglich 10 bis 18 Uhr.
Ab November bis Karfreitag jeweils Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr

Eintrittspreise:
5,00 Euro Erwachsene
4,50 Euro Jugendliche von 7 bis 16 Jahren
4,50 Euro Studenten
Ermässigung für Gruppen ab 10 Personen
Preis für Führungen 25,00 Euro
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