Februar 23 2018 15:51:51
Neue Nachrichten
· [b]Alamannenmuseum E...
· [b]Rezension:[/b] ...
· [b]Tirnanog - Shaun ...
· [b]Rezension:[/b] ...
· [b]Folgende Bands si...
· [b]MPS Saison 2018[/...
· [b]Rezension:[/b] ...
· [b]Promovideo Ghostt...
· [b]Pfeile fliegen la...
· [b]Mit Hammer und Ä...
Navigation
Mittelalter Ring
Mittelalterseite
Mittelalter, Termine & Mehr
www.burg-assum.de
www.mittelalterseite.de

Manfried`s Trelleborg
Geschichte und Berichte Wikinger
www.manfrieds-trelleborg.de

Werbe Ecke

www.dunkelklang.de
Dunkelklang - Magazin & Agentur

Nominatim
Mittelalter Webring

www.mm2net.de
Markus Müller - Mittelalter Fotos

www.hansemeister.com
Michael Meister - Mittelalter Fotos

trainingsschwerter.com
Trainingsschwerter

fahrendehaendler.de
Vehi Mercatus

www.fantasyschmuck.at
Fantasyschmuck

Vulkanausbrüche stürzten Erde in Kleine Eiszeit
PressemeldungenVulkanausbrüche stürzten Erde in Kleine Eiszeit

Hungersnöte, Seuchen, Kriege - die Kleine Eiszeit am Ende des Mittelalters traf besonders Europa. Forscher haben ermittelt, warum es so kalt wurde: Vulkane setzten eine fatale Kettenreaktion in Gang - die sich jederzeit wiederholen könnte.

Am 9. September 1302 erfroren die Weinstöcke im Elsass. Es folgte ein strenger Winter. Am 2. Mai 1303 standen in Deutschland die Bauern vor ihrem erfrorenen Saatgut. Noch ahnten sie nicht, wie hart die Zeiten werden sollten - die Kleine Eiszeit hatte begonnen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Welt viele ungewöhnlich kalte Jahrzehnte. Europa traf es besonders heftig; häufig blieb die Ernte aus, Krankheiten grassierten, gesellschaftliche Spannungen wuchsen, Kriege brachen los.

Wie kam es zu dem Klimaumschwung? Klar scheint, dass die Sonne mehrere Schwächephasen durchlebte. Eine neue Studie aber bestätigt nun die vorherrschende Theorie, wonach Vulkanausbrüche die Ursache der Kleinen Eiszeit waren. Mehrere große Eruptionen in den Tropen im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts hätten eine Klima-Kettenreaktion in Gang gesetzt, berichten Forscher um Gifford Miller von der University of Boulder in den USA im Fachmagazin "Geophysical Research Letters".

Die Wissenschaftler stützen sich auf die Analyse von Ablagerungen aus der Anfangszeit der Kleinen Eiszeit, sowie auf Klimasimulationen. Im Norden Kanadas und in Island fanden sie Pflanzenreste, die bislang unter Gletschern verborgen lagen. Zwischen 1275 und 1300 und um 1450 herum habe es ein regelrechtes Massensterben der Vegetation in den Polarregionen gegeben, berichten die Forscher. Vorrückende Gletscher hätten die Pflanzen daraufhin zugedeckt.

Suche nach dem Übeltäter

Ablagerungen am Grund eines Gletschersees in Island bestätigten, dass sich während jener beiden Abkühlungsphasen massenhaft Schutt am Boden des Sees ablagerte - ein Hinweis dafür, dass Gletscher vorrückten, dabei Sand vom Boden kratzten, der schließlich in den See rieselte.

Schon lange verdächtigen Forscher Vulkane, die Kälteschübe ausgelöst zu haben. Ihre Partikel legen sich als Schleier um die Erde und blockieren wärmende Sonnenstrahlung. Im Eispanzer Grönlands haben Geologen Schwefelspuren von Ausbrüchen gefunden. Demnach ereigneten sich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts vier große Eruptionen; Mitte des 15. Jahrhunderts gab es den Schwefelablagerungen zufolge mindestens einen heftigen Ausbruch. Welche Vulkane dies jeweils waren, ist allerdings umstritten. Die stärkste Wirkung entfalten Vulkane in den Tropen - ihre Partikel verteilen sich am besten.

Die größte Eruption ereignete sich wohl 1258. In jenem Jahr lagerten sich in Grönland und der Antarktis große Mengen Schwefel ab, die bis heute aber keinem Vulkan zugeordnet werden können. Gesucht werden müsse der Übeltäter in den Tropen, meinen Experten. Die Schwefelschichten am Nord- und Südpol seien ähnlich dick, was darauf hinweise, dass der Vulkan etwa am Äquator gelegen haben müsse.

Jahr ohne Sommer

Um die Wirkung der vier Ausbrüche am Ende des 13. Jahrhunderts zu testen, haben Gifford Miller und seine Kollegen das Szenario mit einem Klimamodell durchgespielt. Dabei zeigte sich, dass mehrere große Eruptionen in den Tropen eine fatale Kettenreaktion in Gang setzen: An den Polen breiten sich Gletscher und Meereis aus. Das Eis reflektiert Sonnenstrahlung, die sonst die Erde wärmt - die Luft kühlt sich weiter ab. Das Meereis bremst gleichzeitig warme Strömungen wie den Golfstrom, so dass weniger Wärme in hohe Breiten gelangt. Die Abkühlung lässt noch mehr Eis wachsen, woraufhin sich die Kettenreaktion verstärkt.
Während der Kleinen Eiszeit sorgten weitere Vulkanausbrüche für besondere Kälteschübe: Der Ausbruch des indonesischen Tambora 1815 etwa verschmutzte jahrelang die Atmosphäre. 1816 ging als das "Jahr ohne Sommer" in die Geschichte ein. Die Vulkanpartikel sorgten aber auch für besonders schöne Sonnenuntergänge, die Künstler auf Bildern festgehalten haben.

Jederzeit wären ähnliche Kältephasen möglich: Schon die Eruption des Pinatubo auf den Philippinen 1991 führte im Folgejahr zu einer weltweiten Abkühlung von immerhin knapp einem halben Grad. Drei Ausbrüche dieser Größe binnen weniger Jahre könnten Simulationen zufolge erneut eine lang anhaltende Kältephase auslösen - womöglich eine Kleine Eiszeit.

Quelle:
Spiegel Online - Wissenschaft
Foren Themen
Neueste Themen
· Tanztermine 2018 - S...
· Marie`s Wedding - Bo...
· Saeldes Sanc- Thank ...
· Strings & Spoons- A ...
· BEOWULF – die komp...
Heißeste Themen
Keine Themen erstellt
Pressemeldungen
· Kölner Fest für Al...
· Tir Nan Og - From th...
· Paulines Choice - A ...
· Maidenwerk PurPur
· Ghosttown Company
Neue Nachrichten
Lesenswert
Reise durch das Selbst - Lebenshilfe

Silvia Miller - Reise durch das Selbst

Silvia Miller - Reise durch das Selbst
www.reise-durch-das-selbst.de

Veranstaltungen
<< Januar 2018 >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

Keine Ereignisse.

Buchmarkt
Bücherpartner
LIBRI Buchshop
Weblinks


www.kutenholz-live.de


Mittelalter Bücher & mehr



Mitgliederseiten
Login
Benutzername

Passwort



Noch kein Mitglied?
Klicke hier um dich zu registrieren

Passwort vergessen?
Um ein neues Passwort anzufordern klicke hier.
39,715,728 eindeutige Besuche